„Alles nimmt ein gutes Ende für den, der warten kann.“ ~Leo Tolstoi

Wartezeiten, -zonen und –schleifen sind Räume für Geschichten. Das Warten gehört zum Reisen und bietet jede Menge Möglichkeiten für Begegnungen und Zeit für Beobachtung.

Eineinhalb Stunden waren wir auf der 3er-Sitzbank des Taxi-Brousse, der nach Antsirabe Richtung Süden fahren sollte, zu viert eingeklemmt. Der Kleinbus war als wir ankamen zur Hälfte mit Einheimischen gefüllt. Wir wussten, er würde erst bei voller Beladung losfahren. Der Motor wurde nach ca. 15 Min. zum ersten Mal gestartet. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir, es würde gleich losgehen. Doch nach ca. 10 Min. verklang das knatternde Motorengeräusch wieder. Dieses Ritual wurde noch 2-3 Mal wiederholt. Die Wartezeit versüßten wir uns mit „Window-Shopping“. Jede halbe Minute kamen Verkäufer vorbei, die alles Mögliche im Angebot hatten: Sonnenbrillen, Schwämme, Schlüsselanhänger, Fußbälle, Gebäck, Gegrillte Hähnchen, Baguettes, Kaffee aus Plastikeimern und vieles mehr… was man eben so für eine 3-Stundenbusfahrt braucht.

Tana Taxi-Brousse waiting 4

Tana Taxi-Brousse waiting 2

Nach eineinhalb Stunden ging es dann also los. Diese Wartezeit war vorbei. Doch die zweite Warteepisode auf dieser Fahrt ließ nicht lange auf sich warten. Wann würde der Fahrer denn endlich wieder halten?! Hätte ich doch vor Abfahrt nicht so viel Kaffee und Wasser getrunken. Und für’s nächste Mal habe ich mir vorgenommen, endlich den Madagassischen Ausdruck für „Können wir bitte kurz halten?“ auswendig zu lernen: „Olombelona tsy akoho“ was in unserem Reiseführer wörtlich übersetzt wird mit „human beings are not chickens“.

Pit stop

 

1 Comment

 

  1. 13/10/2013  12:17 by Jay Pee Reply

    Very humorous - maybe you both should think of writing a book - you are good.

    Weiter viel glück und spass!

Leave a reply

 

Your email address will not be published.