Liebe S,

du hast uns auf unserer Reise unvergessliche kulinarische Hochgenüsse beschert, indem du etliche Foodie-Blogs studiert, unsere Reiseführer durchforstet und kiloweise Kopien aus diversen Gastro-Magazinen mitgeschleppt hast. Dabei hast du weder Zeit noch Mühen gescheut, um uns zu den besten Streetfoodecken zu führen, die leckersten lokalen Gerichte zu entdecken und die verstecktesten Küchen dieser Welt ausfindig zu machen. Ich bin dir immer bereitwillig und geduldig gefolgt. Na gut, manchmal war ich etwas mürrisch, wenn der Hunger zu groß wurde und wir nach einem gefühlten 2-Stundenmarsch durch verwinkelte Gassen den Ort deiner Wahl immer noch nicht erreicht hatten. Doch was wir schließlich aufgetischt bekamen war den langen Weg immer wert und bei so manch einer lukullischen Erinnerung, empfinde ich noch immer eine Geschmacksexplosion und rufe laut aus: „Mei, war des guat!“ Für all die gastronomischen Freudenfeste danke ich dir.

Aber… irgendwie ist seit kurzem der Wurm drin. Denn neuerdings, wenn du nach langer Recherche wieder einen deiner Favorits ausgesucht hattest, wurden wir entweder wie beispielsweise in Shanghai nicht fündig, weil das besagte Restaurant nicht mehr existierte oder sahen schon von weitem statt unseres Wunschlokals eine riesige Baustelle, wie es auf Langkawi der Fall war. Heute in Georgetown standen wir nun wieder vor verschlossenen Türen und zum sechsten Mal innerhalb kurzer Zeit mussten wir erfolglos davon ziehen. Ich bin natürlich flexibel und du findest auch immer eine äußerst befriedigende Alternative für unseren Gaumen. Aber bin ich doch mittlerweile recht verwöhnt und auch etwas besorgt und warte deshalb sehnsüchtigst darauf, dass der Knoten bald platzt! 😉

Deine V

 

Darauf dass der Knoten platzt 2