Zum ersten Mal benutzen wir auf unserer Reise sogenannte Kompressionsbeutel (auch  Space Makers genannt). Das sind überdimensionierte Gefrierbeutel mit Zip-Verschluss. Durch dieses Gadget soll das Packvolumen erheblich schrumpfen. Schon beim Auspacken tanzt ein Fragezeichen über meinem Kopf. Wie lässt sich denn der Verschluss öffnen? Mit meinem geschulten Ingenieurauge schaue ich mir das Ganze von allen Seiten an, um die Funktionsweise zu verstehen. Ich schiebe den weißen Clip behutsam mal zur rechten, dann wieder zur linken Seite. Nichts passiert. Die Öffnung ist und bleibt dicht verschlossen. Modern wie ich bin, google ich, um zu prüfen, ob schon andere das gleiche Problem hatten und eine Lösung parat haben. Nichts. Da hilft nur eins. Gewalt. Und siehe da, geht doch. Kleidung rein, Clip-Verschluss 2/3 schließen, Beutel inklusive Inhalt zusammen drücken, gleichzeitig rollen, restliche Luft raus pressen und Beutel komplett schließen. Alles ist dicht und [tadaa] auch tatsächlich kompakter. Super simpel, so wie der Hersteller es verspricht. 🙂

In Deutschland hält der Herbst Einzug und wir stopfen unsere Backpacks mit allem, was man so für eine 9monatige Sommerverlängerung braucht. Dabei merken wir schon beim Probepacken, dass es trotz Kompressionsbeutel eng wird. Also irgendwas muss raus. Das extra Paar Flipflops muss mit, da besteht kein Zweifel. Ein No-Go ist es nämlich, barfuß in fremde Duschen zu müssen! Da schauderts mich schon beim Drandenken. Mit einem einzigen Paar Schlappen, die gerade vom Duschen durchtränkt und vollgesaugt sind, durch die Stadt zu laufen, geht aber auch nicht. Die High Heels müssen also hier bleiben. Die stecken aber schon irgendwo in der Mitte meines 60Liter-Rucksacks. Also alles noch mal auspacken und raus mit den Dingern.

Unser Fazit: Probepacken ist unerlässlich, macht Spaß und dauert immer länger als gedacht. 😉