Antananarivo, man sagt hier kurz und knapp Tana, empfängt uns mit lautem Hupen, stinkenden Abgasen und einer unerwarteten Kälte (die Stadt liegt im Bergland Madagaskars auf ca. 1400m). Ich brauche ein bisschen Zeit, um mich an diese Stadt zu gewöhnen. Die letzte Reise in eine Hauptstadt eines Entwicklungslandes ist schließlich schon 1 ½ Jahre her. Damals war es Manila und irgendwie fühlt sich Tana ähnlich wie die philippinische Hauptstadt an. Doch die Armut scheint hier größer zu sein, das ist zumindest unser erster Eindruck. Man soll seine Tasche gut festhalten, denn hier gibt es viele flinke Finger. Selbst die Einheimischen tragen ihr Hab und Gut fest umklammert vor sich. Es ist dreckig und laut. Durch die Menschenmassen in den kleinen Gassen zu dringen und heil über die Hauptstraße der Stadt , die Avenue de l‘Indépendance zu kommen wird zur Herausforderung des Tages.

Tana stairs

Tana people

Tana Marché Pavillon

Trotzdem staunen wir über die kleinen Überraschungen, die die Stadt zu bieten hat. Die Architektur ist farbenfroh, durch kleine Gassen verschachtelt und manche Straßen sind mit Kopfsteinpflaster bedeckt. Französisch (neben Malagasy die zweite Amtssprache des Landes) passt nicht so recht zum ersten „Stadtgefühl“ und doch verleiht sie diesem Ort einen gewissen Charme. Es gibt eine schier unglaubliche Anzahl an Stempeln mit unterschiedlichsten Motiven zu kaufen („Wozu?“ fragen wir uns). Citroëns werden zu Verkaufsständen für Käse, Vanillegebäck und Croissants umgebaut und die schönsten Oldtimer-Taxis sind hier zu bestaunen. Man hat hier keine Probleme, ein freies Taxi zu finden. Das ist auch gut so, denn nach Sonnenuntergang sollte man vermeiden, umher zu laufen. Wir befolgen also den Rat und lassen uns heute Abend zum Restaurant chauffieren…

View from terace La Katharla

Way to La Katharla

Fromage Tana

Vanille Coco Tana

Rubber stamp Tana

Taxi Tana #2